KI im Laufsport: Wie künstliche Intelligenz das Training verändert

Als Stefan Bieletzke und KI-Spezialist Prof. Dr. Manfred Leisenberg kürzlich auf dem Weg des Hermannslaufs von Detmold zum Hermannsdenkmal und weiter bis Bielefeld radelten – rund 31 Kilometer durch den Teutoburger Wald – sprachen sie über das, was beide antreibt: Künstliche Intelligenz und ihre Wirkung auf den Sport. Ein Thema, das längst nicht mehr nur Leistungssportler angeht.

Läufer mit KI-Datenvisualisierung auf Waldweg im Teutoburger Wald
KI trifft Laufsport: Datenanalyse auf dem Hermannslauf-Weg – zum Vergrößern anklicken

Der Boom: KI-Technologie im Sport wächst rasant

Der Markt für KI im Sport explodiert: Laut aktuellen Studien wird er bis 2030 auf über 27 Milliarden US-Dollar wachsen – mit einer jährlichen Wachstumsrate von fast 29 Prozent. Was steckt dahinter? Smartwatches, GPS-Tracker und Herzfrequenzmesser sammeln heute Unmengen von Daten. KI macht aus diesen Rohdaten verwertbare Erkenntnisse.

Für Hobbyläufer bedeutet das: Wer mit einer modernen Sportuhr trainiert, hat bereits Zugang zu rudimentärer KI-Unterstützung. Die Uhr erkennt Erholungsmuster, warnt vor Übertraining und schlägt optimale Trainingsintensitäten vor. Prof. Dr. Leisenberg, der selbst zwölfmal den Hermannslauf absolviert hat und das Netzwerk uniRenner mitgründete, sieht darin erst den Anfang.

Verletzungsprävention durch Mustererkennung

Einer der vielversprechendsten Einsatzbereiche ist die Verletzungsprävention. KI-Systeme analysieren Gangbild, Belastungsparameter und Regenerationsdaten und erkennen Muster, die auf drohende Überlastungsverletzungen hinweisen – oft Wochen bevor der Schmerz einsetzt. Für Läuferinnen und Läufer, die wochenlange Trainingspläne für einen Marathon oder einen anspruchsvollen Geländelauf wie den Hermannslauf aufgestellt haben, ist das ein Game-Changer.

Profiteams in der Bundesliga und im internationalen Spitzensport nutzen solche Systeme bereits standardmäßig. Die Demokratisierung dieser Technologie – also die Verfügbarkeit für Breitensportler – ist eine der spannendsten Entwicklungen der nächsten Jahre.

KI und Hochschule: Was hat das mit Campus-Management zu tun?

Die Verbindung zwischen Laufsport und Campus-Management mag auf den ersten Blick überraschen. Doch die Prinzipien sind dieselben: Daten sinnvoll auswerten, Muster erkennen, fundierte Entscheidungen treffen. Campus-Management-Systeme wie TraiNex übernehmen im Bildungsbereich genau das – von der automatischen Prüfung von Zulassungsvoraussetzungen bis zur Analyse von Lernfortschritten. KI wird auch hier zunehmend zum unverzichtbaren Bestandteil.

Prof. Dr. Leisenberg, der an der FHM Bielefeld zu KI forscht und lehrt, bringt diese Perspektive direkt in die Praxis: Als Hochschuldozent kennt er beide Welten – den datengetriebenen Sport und die datengetriebene Hochschullehre. Auf dem Radweg durch den Teutoburger Wald wurde aus einem Ausflug ein produktiver Gedankenaustausch über die Zukunft beider Felder.

Fazit: Daten laufen mit

KI im Laufsport ist keine Science-Fiction mehr – sie steckt in der Sportuhr am Handgelenk, in der Trainings-App auf dem Smartphone, in den Analysesystemen von Spitzenvereinen. Wer heute trainiert, trainiert mit einem digitalen Assistenten. Die Frage ist nicht ob, sondern wie gut man die Daten nutzt.

Und vielleicht ist das die wichtigste Lektion, die man auf einem 31-Kilometer-Radausflug durch den Teutoburger Wald lernen kann: Technologie ist kein Ersatz für die eigene Leidenschaft – aber sie kann einen hervorragenden Begleiter abgeben.